Altersheim Sonnhalde Burgdorf

Blog/Tagebuch

Die Mitarbeitenden und Lernenden posten von ihrem Arbeitsalltag in der Sonnhalde – quer durch verschiedene Themen.

Unsere Lernenden stellen sich vor

Irina Svenja Leuenberger (Fachfrau Gesundheit EFZ in Ausbildung im 1. Lehrjahr)

Mein Name ist Irina Svenja Leuenberger, ich wohne in Oberburg und bin am 18.10.06 geboren. 

Am 2. August 2022 durfte ich die Lehre als Fachfrau Gesundheit im Altersheim Sonnhalde in Burgdorf starten. Die Medizin und Gesundheit interessierten mich schon als kleines Kind, ich wollte immer etwas mit Menschen arbeiten und so entschloss ich mich FAGE zu lernen. Mir war es auch wichtig, in einem Altersheim die Lehre zu machen und nicht in einem Spital, da die Bindung zu den Menschen viel intensiver und länger ist.
Als ich in die Sonnhalde schnuppern ging vor einem Jahr, war mir direkt bewusst, hier möchte ich meine Lehre machen. Ich bin super glücklich, dieses Angebot bekommen zu haben. Der erste Monat bin ich in der Hauswirtschaft eingeteilt gewesen, um die Bewohner etwas kennenzulernen. Es macht mir große Freude und motiviert mich zu sehen, dass die Bewohner glücklich sind und sie die Arbeit von dem Personal schätzen.
Da ich direkt von der Volksschule komme, war es eine ziemlich große Umstellung, man ist den ganzen Tag auf den Beinen, hat viele neue Eindrücke und muss sich viel merken. Doch man merkt auch schon nach kurzer Zeit, wie sich der Körper an die neue Situation gewöhnt und man einen Rhythmus für den neuen Alltag bekommt. Es gefällt mir schon jetzt sehr gut und ich freue mich auf die drei spannenden Jahre hier.

In meiner Freizeit gehe ich gerne mit Kollegen raus oder unternehme Sachen mit meiner Familie. Ich habe 2 Geschwister und 2 Haustiere. Was zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehört, ist  der Sport, er war mir persönlich schon immer sehr wichtig und ist ein guter Ausgleich zum Alltag. Gerne gehe ich eine Runde joggen, im Sommer schwimmen oder im Winter oftmals Skifahren. Was ich gerne auch mal mache ist Musik hören, Backen oder etwas Schreiben, Diverse kleine Geschichten habe ich schon geschrieben. Das alles hilft mir zum Ausgleich und zum Verarbeiten vom Alltag.

Wir wünschen Irina eine tolle Ausbildungszeit und freuen uns sie auf ihren Weg zu begleiten.

Unsere Lernenden stellen sich vor

Laura Schär (Fachfrau Gesundheit EFZ in Ausbildung im 1. Lehrjahr)

Mein Name ist Laura Schär. Ich bin 15 Jahre alt und wohne in Burgdorf.  In meiner Freizeit spiele ich sehr gerne Fussball, unternehme etwas mit meinen Freunden, höre Musik und gehe oft auch Fussballmatche schauen.

Am 02. August 2022 durfte ich meine Lehre als Fachfrau Gesundheit EFZ im Altersheim Sonnhalde Burgdorf starten. Ich habe mich für die Sonnhalde entschieden, da es ein eher kleiner Betrieb ist und im Team eins sehr gutes Klima herrscht. Es hat mir auch beim Schnuppern schon sehr gut gefallen und ich wurde herzlich im Team aufgenommen und fühlte mich sehr wohl.

Meine Lehre habe ich sehr gut gestartet. Ich durfte von Anfang an schon einige Aufgaben selber tätigen. Falls ich mich aber etwas noch nicht traute oder ich unsicher war durfte ich jederzeit um Hilfe fragen. Auch die Unterstützung die ich für die Schule aber auch für die Arbeit benötige bekomme ich. In der Sonnhalde gefällt es mir sehr gut und ich freue mich meine Ausbildung zu Fachfrau Gesundheit EFZ dort zu absolvieren.

Am Beruf FaGe gefällt mir besonders, der Kontakt mit den Menschen und dass man diese alle sehr individuell kennen lernt. Es ist schön zu sehen wie dankbar die Bewohner für unsere Arbeit sind und dies motiviert mich jeden Tag aufs Neue. Ausserdem finde ich die Medizin ein sehr spannendes Thema und möchte nach meiner Lehre eine Ausbildung zu Rettungssainitäterin machen.

Wir wünschen Laura eine tolle Ausbildungszeit und freuen uns sie auf ihren Weg zu begleiten.

Rückblick Ausbildung Fachfrau Gesundheit

Unsere Lernenden blicken zurück und lassen uns teilhaben an ihren Erfahrungen in ihrer Ausbildung.

Rückblick Melanie Bieri (Fachfrau Gesundheit EFZ)

Meine Drei Lehrjahre im Altersheim Sonnhalde 

Ich habe meine Lehre im August 2019 gestartet. Anfangs war ich sehr schüchtern und habe kaum was zu meinen Kollegen und Kolleginnen gesagt. Die Anfangszeit war anstrengend, da ich viel Neues lernen musste. Ich lernte unter anderem was pflegerische Schwerpunkte sind und wie ich Prioritäten setzte. 

Im Team habe ich mich von Anfang an sehr wohl gefühlt. Ebenfalls wurde ich herzlich empfangen und unterstützt. Ich habe die Bewohner kennengelernt. Ich lernte mich selbst zu reflektieren. Dadurch wurde mir schnell klar was ich verbessern kann. Durch das Team konnte ich sehr vieles lernen und konnte auch verschiedene Tipps und Tricks im Alltag nutzen. Zu Beginn wurde ich begleitet und mir wurde gezeigt was ich als Fachfrau Gesundheit alles beherrschen muss. Mir wurde schnell bewusst das nicht nur die Pflege dazu gehört, sondern auch die Alltagsgestaltung. Ich erhielt einen Einblick in die Aktivierung und wie ich den Bewohnerinnen und Bewohner auch in kurzer Präsenzzeit eine Freude machen konnte. Ich habe dabei auch gelernt die kleinen Dinge wahrzunehmen und mich an diesen Sachen auch zu erfreuen. Es braucht nicht immer ein grosses Angebot und viel Zeit, um schöne Erinnerung und Abwechslung zu schenken. 

Ich habe mich im 1. Lehrjahr sehr auf die Schule fokussiert. Ich war in der Volksschule eine Schülerin, welche nie gerne in die Schule ging. Jedoch habe ich in der Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit meine Begeisterung zu der Anatomie des menschlichen Körpers kennengelernt. So bin ich auch immer gerne zur Schule gegangen. Ich habe das praktische Arbeiten und die Theorie dazu verknüpfen gelernt. Ich habe viele neue Dinge gelernt von der Pflege, Küche, Hauswirtschaft und dem Sekretariat. 

Ich habe mir, bevor ich angefangen habe den Blog zu schreiben, überlegt was möchte ich alles sagen. In den letzten drei Jahren ist so vieles geschehen und einiges hat sich verändert. Auch wenn man das Thema Corona kaum mehr hören kann, muss man zugeben, dass diese Zeit uns stark verändert hat. Wir mussten herausfinden, wie man die Bewohner schützen kann, ohne sie von den sozialen Kontakten fernzuhalten. So wurde zum Beispiel ein Fenster gemacht, bei dem die Angehörigen draussen sassen und die Bewohner drinnen. So war ein geschützter Kontakt möglich. Ebenfalls war unsere Aktivierung erfinderisch und hat mit den Bewohnern über Skype mit den Angehörigen kommuniziert. Ich habe dabei auch einige Bewohner begleiteten dürfen und es war sehr schön sehen wieviel diese Kontakte für die Bewohner bedeuten haben. Die Coroanazeit begleitet mich vom 1. bis in mein letztes Lehrjahr. Ich habe intensiv gelernt, wie man mit einer Pandemie umgeht und wie die Bewohner geschützt werden.

Im 2. Lehrjahr durfte icheinige medizinaltechnischen Verrichtungen wie, Blutdruck messen, Blutzucker, Insulin verabreichen etc. lernen. Es war wieder eine neue Herausforderung, die ich gemeistert habe. Es gab Einiges zu lernen, was mir manchmal gar nicht so bewusst war. Viele sehen es als selbstverständlich an, jedoch es ist noch kein Gelernter vom Himmel gefallen, weshalb auch Fehler passieren. Das ist gar nicht so einfach wegzustecken. Man muss lernen damit umzugehen. Das Wichtigste was ich in meiner Lehre gelernt habe ist, dass Fehler passieren können. Sie sind ärgerlich, wenn man Fehler jedoch offen kommuniziert, kann man Schlimmeres verhindern. Ich lernte zu meinen Fehlern zustehen und mich zu verbessern. 

Im 3. Lehrjahr ging es dann schon schnell an die QV-Vorbereitungen (Qualifikationsverfahren).  Dabei wurde mir schnell bewusst, dass die drei Jahre schon bald zu Ende gehen. 

Mir wurde immer mehr Verantwortung übertragen und ich habe bemerkt, wie ich selbstbewusster geworden bin. Meine Lehre hat mich auch persönlich weiterentwickelt. 

Ich wurde auf meiner Reise vom 1. Tag an immer unterstützt und begleitet. Ich möchte mich hier nochmals beim Team für diese 3 Jahre bedanken! 

Ich freue mich auf meine weitere berufliche Reise und werde das Sonnhalde Team nie vergessen. 

Text und Skizze: Melanie Bieri Fachfrau Gesundheit EFZ

 

 

Rückblick Lara Schüpbach (Fachfrau Gesundheit EFZ)

Zyt zum Tschüss säge...

Ich blicke zurück auf die letzten 3 Jahre, meiner Ausbildung als Fachfrau Gesundheit. 

Zu meinem Ausbildungsstart war ich noch sehr verschlossen, zog mich zurück und dachte, wie ich dies 3 Jahre lang meistern soll. Diese Ängste, welche ich hatte, vergingen allerdings schnell. Durch eine tolle Einführungszeit, meiner Teamkollegen/-kolleginnen wurde  immer wie sicherer im Umgang mit den Bewohnern. 

Im Verlaufe der Semester kamen auch viele Tätigkeiten dazu, welche man nun ausführen durfte, was mir grosse Freude bereitete. Das theoretische Wissen, welches man in der Berufsschule erlernt hatte, ergab immer wie mehr Sinn, da man nun die Zusammenhänge, welche dahintersteckten, erkannte. Diese Zusammenhänge dann sehen zu können, machte mich schon ein bisschen stolz. 

Das Sonnhaldeteam gab mir in diesen tollen aber auch in schwierigeren Zeiten grossen Halt. Ich bin euch allen sehr dankbar für die ganze Unterstützung! Besonders dankbar bin ich für meine Berufsbildnerin, welche mir immer den Rücken gestärkt hatte und mir Mut machte. Auch ermöglichte sie mir nebst dem gewohnten Berufsalltag andere Einblicke zu bekommen, sei dies in der Küche der Sonnhalde, in der Tagesklinik im Spital etc. die Zusammenarbeit schätzte ich sehr!

Ich werde den Alltag in der Sonnhalde stark vermissen. Ich werde mich aber auch, an die ganzen schönen Momente, welche ich mit den Bewohnern erleben durfte, erinnern! 

Jetzt ist das Ende meiner Reise gekommen... Ich bin stolz, zu sehen, wie ich mich in den letzten Jahren entwickelt habe. 

Äs grosses Merci a öich Aui <3 

Text und Skizze: Lara Schüpbach Fachfrau Gesundheit EFZ

Sonnhaldebummel

Einmal im Jahr findet der traditionelle Bummel der Sonnhalde statt. Dieser Ausflug wir abwechslungsweise von den verschieden Berreichen organisiert. In diesem Jahr haben 2 Frauen aus dem Pflegeteam die Organisation in die Hände genommen.

Spannend an der ganzen Sache ist, dass niemand wusste, wo es hingeht und was wir machen. Somit war eine leichte Aufregung und Neugier bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu spüren.
Das ganze Team des Altersheim wurde in 2 Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe führte den Bummel im Mai und die andere Gruppe im Juni durch.
Wie erwähnt, wusste niemand wo es hingeht. Uns wurde lediglich mitgeteilt, dass wir um die Mittagzeit in Burgdorf auf den Bus gehen und es von Vorteil ist wenn wir ein 2. Paar Socken mitnehmen. 
Ein 2. Paar Socken? Ja da haben wir uns im Team den Kopf zerbrochen und darüber gesprochen was wohl passieren wird. Die 2 Frauen lächelten nur und sie wussten genau das wir uns viele Gedanken machen würden. In der Gesprächsrunde sind einige Ideen gefallen. Unter anderem, dass wir vielleicht auf etwas rumlaufen oder auf ein Boot gehen wo die Schuhe/ Füsse nass werde und vieles mehr.

Dann am 10. Juni 2022 war der Tag der Tage gekommen. Es versammelten sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege, der Hauswirtschaft, Aktivierung und der Küche am Bahnhof Burgdorf an der Kante A. Dort stiegen wir kurz nach dem Mittag in einen Bus. 
Ich freute mich riesig auf den Tag. Es gab Abwechslung in den Arbeitsalltag und man konnte mit Teammitglieder Gespräche führen, im Alltag findet man dazu kaum Zeit.
Der Bus startete den Motor und die Fahrt ging los. Wir fuhren in Richtung Kirchberg und dann nach Ersigen. An einer Haltestelle hiess es plötzlich: "Jetzt steigen wir aus!"
Neben der Haltestelle ging ein Weg rechts nach oben. Die Umgebung kam uns allen bekannt vor. Wir waren in Ersigen und liefen in Rudswilbad hoch. Einige hatten schon die Hoffnung, dass wir dort einen feinen Coup essen und etwas trinken würden.....
Von dort aus ging es aber weiter über eine schöne Wiese. 

Plötzlich kamen wir in ein kleines, niedliches Dorf, welches den Namen Niederösch trägt. Wir liefen durch das Dörfli, bis wir bei einem grossen Bauernhof landeten.
Von vorne betrachtet sah es aus wie ein normaler Bauernhof aus aber was sich dahinter versteckte war reines Paradies. Wir wurden von einer netten Dame empfangen und nach diesem Marsch in dem schönen, aber warmen Wetter, erhielten wir eine super Abkühlung. Ein Kneipparmbad im kalten Brunnen.

Nach der Abkühlung wurden wir direkt weiter verwöhnt. Ein sehr leckeres Apero stand im Schatten bereit. Alles frisch aus dem Garten unserer Gastgeberin und dazu ein erfrischender Holunderblütensirup. Es hat uns allen sehr geschmeckt.

Dann hat sie uns einiges über ihren unglaublich schönen Garten erzählt und wie sie dazu kam diesen Garten zu hegen und zu pflegen. Zudem hat sie uns über die verschiednen Kneippmethode informiert.
Sie meinte auch, dass es nichts Schöneres gibt als am Morgen über den Rasen zu gehen, wenn er noch nass vom Tau ist. 
Nach den interessanten Erzählungen ging es auch schon los. Wir zogen unsere Schuhe und Socken aus und gingen in ihren schönen Garten. Der Boden war mit Holz Schnitzel bedeckt und somit spürte man sich selbst wieder einmal auf eine andere Weise. Das war schon interessant zum zuschauen und miterleben. Einige liefen über das Holz als wären es weiche Federn und andere hatten Mühe mit dem spitzigen Holzschnitzel. Danach ging es direkt auf den Rasen und dann über einen kleinen Weg über Erde, Steine und vieles mehr. Die ganz Mutigen konnten ihre Füsse auch noch im Kuhmist "baden". Nach dem Barfussweg, gingen wir in zu einem kleinen Bach und liefen dort auf uns ab. Er war kalt aber sehr erfrischend. Unsere Füsse und Beine kribbelten danach angenehm.

 


Nach der Abkühlung im Bach gingen wir hinter das Haus. Dort  waren wir im Paradies..... 

Wir wurden noch einmal mit leckerem Essen verwöhnt, zudem gab es wunderbare Desserts und Getränke. Ich genoss den Ausflug in vollen Zügen. Ich war schon lange nicht mehr an so einen verzaubernden und ruhigen Ort. Es gab einen Naturpool bei dem man das Wasser plätschern hörte. Man war einfach nur tiefenentspannt. Ich fand es schön einmmal in Ruhe mit verschieden Teammitglieder sprechen zu können.

Ich bedanke mich nochmals herzlich für diesen schönen Ausflug!

Autor: Joy Vollenweider Fachfrau Gesundheit 2. Lehrjahr

Einblickstage Küche

Ich berichte in meinem Blogbeitrag über die spanenden und lehrreichen Tage in unserem Küchenteam der Sonnhalde. 

Seit dem August 2021 arbeite ich als Lerndend Fachfrau Gesundheit im Pflegeteam des Altersheim Sonnhalde Burgdorf. Wie zu Beginn meiner Lehre habe ich immer noch ein grosses Interesse für die Pflege und bin weiterhin mit gleicher Motivation dabei.
Allerdings durfte ich nun meine gewohnte pflegerische Umgebung für 3 Tage hinter mir lassen und im Team der Küche mitwirken. Ich lernte viel über die Ernährung und auf was hier genau geachtet wird.
Welche Unterschiede gibt es bei der Ernährung von alten oder jungen Menschen? Wie verändert sich die Nahrung und ihre Wichtigkeit? Auf welche Nahrungsmittel wird besonders wert gelegt?
Dies sind alles Fragen, welche mir in meinen 3 Tagen in der Küche klar geworden sind. Die Ernährung ist eines der wenigen Dinge, die uns von Anfang bis ans Ende unseres Lebens begleiten. 

Am ersten Tag meines Küchenpraktikums war ich noch sehr unsicher, da ich nicht wusste was mich genau erwartet und was es heisst für so viele Menschen zu kochen.
Ich durfte viele verschiedene Aufgaben ausführen. Mithilfe beim Schneiden des Gemüses bis hin zum kreieren eigener Saucen und vieles mehr.
Schnell habe ich gemerkt, dass man in der Küche nicht immer nur nach dem Rezept gehen muss, sondern auch seiner eigenen Kreativität keine Grenzen setzen darf.
Bevor das Essen nach oben gegeben wird, wurde alles probiert! Was ich bei so leckerem Essen gerne gemacht habe:)

Übrigens habt Ihr gewusst, das alle Lernenden in der Sonnhalde gratis essen dürfen? Eine ganz tolle Geste!

Nach diesen drei Tagen wurde mir klar wie viel die Küche und die Pflege zusammenarbeiten muss. Die Ernährung hat starken Einfluss auf das Wohlbefinden, die Gesundheit und das Verhalten der Bewohnerinnen und Bewohner.
Die Ernährung hat auch viel mit der Verdauung und Ausscheidung der Bewohner zu tun.

Es war sehr spannend diese Zusammenhänge kennen zu lernen, denn so wird mir bei der Arbeit auch einiges leichter fallen und ich werde mich bei Auffälligkeiten bewusster verhalten und handeln können. 

Ich möchte mich herzlich bei unserem super Küchenteam bedanken für die lehrreichen 3 Tage und freue mich nun allerdings wieder in meine gewohnte pflegerische Umgebung zu begeben. 

 

Autor: Jasmin Sommer Fachfrau Gesundheit 3. Lehrjahr

 

Leukämie

Leukämie bezeichnet verschiedene Krebserkrankungen des blutbildenden Systems (Blutkrebs). Dabei werden die Leukozyten (weisse Blutkörperchen) unkontrolliert vermehrt. 

Mit dem Thema Leukämie habe ich mich im letzten Jahr intensiv auseinandergesetzt, da im letzten Jahr eine sehr gute Freundin von mir die Diagnose erhielt. 
Leukämie könnte uns alle betreffen... aus diesem Grund möchte ich dir diese Krebserkrankung etwas genauer vorstellen. 

Leukämien entstehen, wenn sich weisse Blutzellen, welche im Knochenmark aus speziellen Stammzellen hervorgehen, fehlerhaft entwickeln und sich wie schon erwähnt unkontrolliert vermehren. Diese Leukozyten sind nicht funktionsfähig und verdrängen im Verlauf der Erkrankung immer mehr die gesunden weissen sowie die roten Blutzellen und Blutplättchen.

Symptome

Bei der Entstehung der Symptome spricht man von einer akuten und chronischen Leukämie.

Bei einer akuten Leukämie entwickeln sich die Beschwerden sehr schnell. Dazu gehören anhaltendes Fieber, nächtliches Schwitzen, Müdigkeit, Gewichtsverlust und Knochen- und Gelenkschmerzen. 
Da die nicht funktionsfähigen Leukozyten die gesunden Blutzellen verdrängen, kann es zu einer Anämie (Blutarmut) kommen. Dabei treten weiter Symptome wie Blässe, Herzrasen, Luftnot und Schwindel auf. 
Weitere Symptome sind geschwollene Lymphknoten, vergrösserte Leber und Hautausschläge.

Bei der chronischen Leukämie beginnen die Symptome schleichend. In den ersten Monaten oder sogar Jahren haben die Betroffenen keine Beschwerden. Viele berichten nur von allgemeinen Symptomen wie Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit. Bei einem fortgeschrittenen Verlauf entwickeln sich Symptome, wie oben bei der akuten Leukämie erwähnt wurden. 

Am Ende möchte ich wieder auf den Anfang zurück kommen.

Meine Freundin bekam im letzten Jahr durch eine zufällige Blutentnahme, welche beim Arzt gemacht wurde, die Diagnose Leukämie. Für sie, ihre Familie und den ganzen Freundeskreis, war dies ein riesiger Schock.
Wir wussten allerdings alle, dass sie dies mit ihrer Stärke schaffen wird.
Durch die Chemotherapie, welche sie anschliessend erhielt, fielen ihr die Haare aus. Aus diesem Grund konnte sie sich eine Perücke aus echt Haar machen lassen. Mittlerweile sind ihre Haare aber bereits wieder ca. 3cm lang. Zurzeit befindet sie sich in der Erhaltungstherapie und muss Chemotabletten einnehmen. Zusätzlich wird sie für einige Wochen wieder die Antikörpertherapie erhalten, welche über einen Schlauch in einem Gerät verabreicht wird. Mit dem Gerät ist sie aber mobil und kann dies wie eine kleine Tasche mit sich tragen. 

Ich bewundere sie für ihre Stärke, die positive Art und ihre Ausdauer, welche sie in dieser schweren Zeit nie verloren hat, sehr. Trotz vielen Tiefen, hat sie es immer wieder geschafft, die Hoffnung nicht aufzugeben.
Ich bin sehr stolz auf sie!

Autor: Lara Schüpbach Fachfrau Gesundheit 3. Lehrjahr geschrieben im April 2022

Einblickstage Aktivierung

Ich durfte 3 Tage einen Einblick in die Aktivierung in unserem Haus haben. Es waren 3 sehr schöne und erlebnisreiche Tage, welche ich genossen habe. Ich versuche euch einen kleinen Einblick zu geben was ich alles machen durfte. Für mich war es sehr spannend zu sehen wie die Bewohner sind, wenn es einmal nicht um die Pflege geht. 

Kurzaktivierung
In der Kurzaktivierung habe ich zusammen mit einem Bewohner zum Beispiel Tannenbäume ausgeschnitten für auf die Weihnachtspäckli, Lappen zusammengelegt oder Servietten schön gefalten. 

Rüsten
Zusammen mit 3 Bewohner habe ich Äpfel und Kartoffeln gerüstet. Von der Biografie wusste ich das die Bewohner früher entweder Koch waren oder sehr gerne gekocht haben. Beim Rüsten begann ich in ein paar spannende Gespräche über das Essen oder über den früheren Beruf wie zum Beispiel Koch zu führen. 

Jassen, Handarbeiten und Vorlesen
Das Jassen und Vorlesen habe ich vorbereitet, damit die Bewohner einfach nur hinsitzen konnten und spielen, handarbeiten oder zuhören konnten. Ich habe die Bewohner auch zu der Aktivität begleitet.

Therapiehund
Wir haben einen Therapiehund, der jeden zweiten Dienstag ins Altersheim zu den Bewohnerinnen und Bewohner vorbeikommt. Ich konnte den Hund einmal zu einem Bewohne. Für mich war es sehr spannend zu sehen wie die einzelnen Bewohner auf den Hund reagieren. 

Adventskalender und Weihnachtsgeschenke
In der Aktivierung haben wir einen Adventskalender gebastelt und geschmückt. Es hat für jeden Bewohner ein kleines Geschenk wie ein Rätsel, eine Zeichnung oder ein Gedicht, welches jeweils mit der Pflege zusammen mit den Bewohnern geöffnet und bearbeitet wird. Ich habe geholfen die Weihnachtsgeschenken einzupacken und mit dem richtigen Namen zu beschriften.

Themengruppe
In der Themengruppe hatten wir an einem Tag das Thema «fühlen». Zu diesem Thema haben wir zuerst eine Box gefüllt mit verschiedenen Dingen, welche die Bewohner durch das Fühlen, herausfinden konnten. Natürlich haben wir auch die Finger bewegt und Übungen gemacht mit den Fingern. Zum Beispiel die Finger spreizen, zusammenschliessen oder ein Finger nach dem anderen ausstrecken. Am Ender der Themengruppe haben wir noch etwas gezeichnet und die Bewohner mussten herausfinden was wir zeichnen. Es war sehr amüsant, weil die Bewohner viel Spass daran hatten und viel gelacht haben.

Bei der 2. Themengruppe war das Thema: «Advent». Zuerst haben wir ein kleines Weihnachtsrätsel gemacht mit Fragen über die Weihnachtsgeschichte. Beim Stadt- Land-Fluss-Spiel haben wir zwei Gruppen gemacht und das Spiel gegeneinander gespielt. Für mich was es sehr spannend zu erfahren wieviel die Bewohner wissen. Wir hatten es sehr gut mit den Bewohnern und sie haben auch wie bei der ersten Themengruppe sehr viel gelacht. 

Spaziergang mit Bewohner
Ich bin auch mit den Bewohner spazieren gegangen. Dabei habe ich geschaut, dass sie warm angezogen sind. Draussen habe ich ihnen unsere Hühner und Hasen gezeigt. Auch dort hatte wir viele spannende Gespräche. 

Bei der Aktivierung schauen wir auf die Stärken der Bewohnerinnen und Bewohner und stellen sie auch nicht bloss, wenn sie etwas nicht können. Es ist auch wichtig die Bewohner immer wieder über die laufenden Aktivitäten zu informieren und sie zu begleiten.

Autor: Zora Lüthi Fachfrau Gesundheit 2. Lehrjahr

 

Weihnachtsimpressionen

Nun ist sie schon ein Monat vorbei.... Die Weihnachtsstimmung in der Sonnhalde. Jasmin Sommer berichtet über ihre Eindrücke in diese besonderen Zeit:

Schon seit längerer Zeit herrscht in der Sonnhalde eine schöne und angenehme Weihnachtsstimmung. Die Gänge sind mit abwechslungsreichen Dekorationen geschmückt und auch draussen vor dem Haus sind wunderschöne Lichterketten angebracht, so das man den Weg in die Sonnhalde auch in den dunklen Stunden gut finden kann.

Unser Hauswirtschaftsteam hat sich wie bei jeder Jahreszeit, wieder einmal sehr viel Mühe gemacht die Weihnachtsstimmung für unsere Bewohner so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Aber nicht nur das Hauswirtschaftsteam hat ihr Bestes gegeben, auch unsere Aktivierung hat mit einem tollen Adventskalender die Augen der Bewohner täglich zum Strahlen gebracht. Jeden Tag durfte einer unserer Bewohnerinnen und Bewohner ein Türchen öffnen, in dem sich dann ein kleines Rätsel, ein Spruch oder eine leckere Kleinigkeit darin befand.

Die Adventszeit ist wie im Flug vergangen und dann war er auch schon da, der grosse Tag, der bei uns in der Sonnhalde am 22. Dezember gefeiert wurde. Am Nachmittag begann das grosse Fest, in zwei Gruppen durften unsere Bewohner die Bescherung geniessen. Um den wunderbar geschmückten Tannenbaum sitzen, Weihnachtsmusik geniessen, ein Geschenk auspacken und einfach einmal das Zusammensein wieder richtig geniessen. Man merkte, besonders in dieser schweren und anstrengenden Zeit, genossen es alle Bewohner sehr. Als dann die beiden Gruppen die Päckli mit glänzenden Augen ausgepackt haben, war es auch schon Zeit in den Speisesaal zu gehen.

Durch das Haus zog ein wunderbar leckerer Duft. Für das Personal fast nicht auszuhalten, wenn man wusste das diese Mahlzeit nicht auf dem eigenen Teller landen wird. Auch beim Betreten des Speisesaals sah man das Leuchten in den Augen der Bewohnerinnen und Bewohner wieder. Die Tische waren wunderschön gedeckt, mit Äpfeln, Tannenästen und Kerzen.  Dann war es auch schon Zeit für die Vorspeise. Mit einer leckeren Suppe begann das Weihnachtsessen für unsere Bewohner. Aber der Hauptgang liess nicht lange auf sich warten, ein gutes Glas Wein für die Bewohner dazu und schon waren viele Mägen mit den feinen Speisen unserer Küche gefüllt. Aber das war dann eben doch noch nicht alles. Ein wunderschön angerichtetes Dessert und dazu ein gutes Café war der Abschluss für unsere Bewohner. Noch ein paar Worte mit dem anderen Bewohner wechseln, und dann waren auch schon alle müde und erschöpft von diesem großartigen und leckeren Abend.

Bewohner sprachen noch viel über den Abend und man merkte, dieser Abend war gelungen!

    

    

     

Autor: Jasmin Sommer Fachfrau Gesundheit 1. Lehrjahr

 

Einblickspraktikum FaGe-Lernende im Spital Emmental

Im Monat September hatte ich die Möglichkeit einen 2-wöchigen Einblick in die Tagesklinik des Spital Emmental (Burgdorf) zu erhalten. 

Am ersten Tag wurde ich von einem sehr lieben Team in Empfang genommen. Zu Beginn wurde mir in einem Schnelldurchlauf die Abteilung gezeigt. Anschliessend begann bereits mein erster Auftrag. Gemeinsam mit einer Mitarbeiterin bereitete ich die ganzen Operationen des nächsten Tages vor. Diese wurden übersichtlich in einem grossen Buch festgehalten, in dem für jeden Patienten Etiketten ausgedruckt wurden. Nachdem diese Aufgabe getätigt war, konnte ich meine erste Infusion vorbereiten. Anfangs wurde ich dabei noch begleitet, nach 2-3 Versuchen und dem OK der jeweiligen Mitarbeiterin durfte ich dies selbstständig machen. Teilweise musste ich nicht nur die Infusion vorbereiten, sondern auch Antibiotikum etc. bereitstellen und diese an die Infusion hängen.


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Nebst den ganzen Infusionen gab es noch viele andere Aufgaben wie beispielsweise Veneverweilkanülen ziehen, Blutentnahmen, Eintritte vorbereiten und diese selbstständig durchführen, Patienten in den Operationssaal begleiten und Vorbereitungen von Operationen. 

An einem Tag hatte ich sogar die Möglichkeit, bei einer Augenoperation zuzusehen. Dies fand ich sehr spannend. Der Assistenzarzt erklärte mir dabei immer schrittweise, was Sie nun machen. Auf einem grossen Bildschirm oberhalb des Patienten konnte ich die OP mitverfolgen. Somit hatte ich die Möglichkeit diesen Patienten vom Anfang (Eintritt) bis zum Schluss (Austritt) zu begleiten. 


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Stomaberatung und Wundambi
An meinen 2 letzten Arbeitstagen konnte ich jeweils einen halben Tag in die Stomaberatung und ins Wundambulatorium gehen.
Dort erhielt ich einen Einblick in das Wechseln einer Stomaplatte und der richtigen Pflege des Stomas.
Im Wundambi konnte ich bei verschiedensten Verbandswechseln zusehen. Dabei war nicht nur die Beobachtung der Wunde sehr spannend, sondern auch die Kommunikation mit den Patienten. Viele der Patienten sagten mir, wie es zu dieser Wunde gekommen sei. Viele der Geschichten waren teilweise eher harmlos, zeigten sich aber in schlimmen Wunden, mit einem langen Heilungsprozess wieder. Besonders im Wundambi bewunderte ich die zuständige Fachperson. Nebst ihrem grossen Wissen hatte sie einen sehr besonderen und einfühlsamen Umgang mit ihren Patienten, dabei merkte man sehr gut, dass sie ihren Job sehr gerne tätigt.
Für jeden einzelnen Patienten nahm sie sich genügend Zeit und konnte die Patienten, falls notwenig. beruhigen. Dabei hatte ich auch nicht das Gefühl, dass sich die Patienten für ihre Wunden schämten, was häufigerweise der Fall ist. 

Aus diesen 2 Wochen nehme ich sehr viele neue Eindrücke, Erfahrungen und Fähigkeiten mit. Dieser Einblick war eine sehr schöne Abwechslung zu meinem gekannten Berufsalltag. Trotzdem freute ich mich auch wieder auf die unsere Bewohnerinnen und Bewohner und die Tätigkeiten bei uns im Altersheim.

Dank einem großartigen Team auf der Tagesklinik wurde ich sehr gefördert und in meiner Zeit bestmöglichst unterstützt. 


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Autor: Lara Schüpbach Fachfrau Gesundheit 3. Lehrjahr

Unsere Lernenden stellen sich vor

Jasmin Sommer (Fachfrau Gesundheit EFZ in Ausbildung im 1. Lehrjahr)

Hallo Zusammen! 

Mein Name ist Jasmin Sommer, ich bin 15 Jahre alt und lebe in Büren zum Hof. 

In meiner Freizeit bin ich gerne mit Freunden unterwegs oder koche zuhause. Ausserdem spiele ich seit kurzer Zeit auch Fussball. 
Ich habe eine ältere Schwester, die mich auf den Beruf Fachfrau Gesundheit gebracht hat. Bereits in der Schule habe ich mich für die Medizinischen Themen interessiert.

So habe ich am Montag, den 2. August 2021 meine Lehre als Fachfrau Gesundheit EFZ im Altersheim Sonnhalde gestartet.
Nach einem großartigen Start in ein liebes Team durfte ich schon einige Aufgaben Kennenlernen. Bereits jetzt gefällt es mir sehr gut und freue mich darauf weitere spannende Tätigkeiten kennen zu lernen.

Besonders an diesem Beruf gefällt mir, dass man im nahen Kontakt mit Menschen steht und jede Person individuell kennenlernt.
Die Bewohner schätzen die Arbeit was mich auch sehr glücklich macht und täglich motiviert.

Wichtig war es mir bei meiner Berufswahl aber nicht nur den passenden Beruf zu finden, sondern auch den passenden Ort. Als ich wusste das ich genau diesen Beruf lernen möchte machte ich mich auf die Suche nach dem passenden Betrieb. Beim Altersheim Sonnhalde blieb ich direkt hängen! Mir war klar hier will ich meine Lehre machen. Nun kann ich mit Freude sagen das dieser Wunsch in Erfüllung gegangen ist.

Wir wünschen Jasmin eine tolle Ausbildungszeit und freuen uns sie auf ihren Weg zu begleiten.

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