Altersheim Sonnhalde Burgdorf

Blog/Tagebuch

Die Mitarbeitenden und Lernenden posten von ihrem Arbeitsalltag in der Sonnhalde – quer durch verschiedene Themen.

Suizid

Wie an jedem Tag, an dem ich meinen Blogeintrag schreibe, fällt es mir schwer ein gutes Thema zu finden, welches die Leser/-innen interessiert. Aus diesem Grund entschied ich mich für ein Thema, welches ich vor kurzem in der Schule bearbeitete und heutzutage leider immer noch ein sehr aktuelles Thema ist. 

An Suizid sterben jährlich zwischen 1300 und 1400 Menschen in der Schweiz. Dies entspricht täglich knapp 4 Todesfällen. Davon sind rund 1000 Männer und 400 Frauen betroffen. Nach Russland, Ungarn, Slowenien, Finnland und Kroatien hat die Schweiz einer der höchsten Suizidraten. Dies war für mich sehr erschreckend, dass die Schweiz doch so hoch im Ranking der Suizidraten liegt. Daher stellte ich mir die Frage, woran dies liegen könnte. Dabei kam ich auf 4 Gründe. Einer dieser Gründe ist, dass unsere Hilfsangebote in der Schweiz zu wenig bekannt sind. Viele der Betroffenen trauen sich nicht, Hilfe anzufordern und über ihre Probleme zu sprechen. Wenn sich die Menschen mit ihren Suizidgedanken jemandem anvertrauen, welcher damit noch wenig Erfahrungen hat, kommt es oft zur Überforderung des Menschen. Diejenige Person hat ein Unwissen über das Verhalten der suizidalen Äusserungen. Doch wie erkenne ich die Suizidgefahr anderer Menschen? So genannte Risikomerkmale sind: soziale Isolierung, Suizidversuche in der Vorgeschichte oder Suizidversuche in der Familiengeschichte. Andere Faktoren für einen Suizidversuch können grosse Hoffnungslosigkeit, starke Schuldgefühle etc. sein. 


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Wie spreche ich ein solches Thema an?

Wichtig ist, dass man sich vorher ein stabiles Vertrauen zwischen betroffener Person und dem Gegenüber aufbaut. Anschliessend kann ein Gespräch unter 4 Augen stattfinden. Das Gegenüber der betroffenen Person sollte keine Angst haben, das Thema anzusprechen und darüber zu reden. Wichtig ist, dass die Person seine Gefühle zeigen darf und diese ernst genommen werden und Empathie gezeigt wird. 

Wie stelle ich dem Betroffenen die Fragen? 

Fragen können sich auf den Todeswunsch, Suizidgedanken, Suizidmethoden und Vorbereitungshandlungen beziehen.

Mögliche Fragen könnten sein:

  • Heisst das, du würdest lieber nicht mehr leben?
  • Wie konkret hast du dich mit dem Thema (Suizidmethoden) auseinandergesetzt?
  • Muss ich mir Sorgen um dich machen?
  • Kennst du mögliche Beratungsstellen?


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Meine persönlichen Erfahrungen:

Bereits in meiner früheren Schulzeit, kam ich mit diesem Thema in Kontakt. Dabei handelte es sich nicht um mich, sondern um einen Schulfreund. Er hatte sich mir anvertraut, da ihm ansonsten keiner zuhörte. Durch seine familiären Probleme und Mobbing an unserer Schule aufgrund seines Aussehens, wurde ihm alles zu viel. Durch mein empathisches Verhalten und mein «da» sein in seinen Krisen konnte ich ihm wohl helfen und dazu beitragen, dass er sich nichts antut. Noch jetzt stehe ich mit ihm in Kontakt. Bis heute ist er mir sehr dankbar, dass ich damals für ihn da war, als er niemanden mehr hatte. 

Doch nicht nur da konnte ich schlimmeres verhindern. Durch meine nun professionellere Erfahrung mit diesem Thema kann ich verschiedene Tricks und Fragestellungen in meinem Berufsalltag anwenden. 

Merke, darüber reden hilft! 

 


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Autor: Lara Schüpbach Fachfrau Gesundheit 2. Lehrjahr

 

Abfallentsorgung und Recycling im Altersheim Sonnhalde

Ich erzähle euch etwas über die Abfalltrennung und Recycling bei uns im Altersheim. 

Wir unterscheiden zwischen Abfall, der entsorgt wird und Material, das rezykliert wir.

In jedem Zimmer hat es einen geschlossenen Abfalleimer. Der persönliche Abfall des Bewohners, Hand-Trockentücher und das Einwegmaterial, welches wir für die Pflege des Bewohners gebraucht haben, entsorgen wir dort. 

Der Abfalleimer wird meist 2x täglich geleert. Hier gehen wir wie folgt vor: Der Abfallsack wird im Zimmer verknotet und kommt danach in einen grossen, schwarzen Abfallsack. Dieser kommt, wenn er voll ist, nach draussen in den Container. Der Abfall wird wöchentlich von der städtischen Abfallentsorgung abgeholt. 

Nicht in den Abfall gehören folgende Materialien: Karton, Plastik, Glas, PET- Flaschen und Blechdosen, Medizinischer Abfall, Küchenabfall.
Diese Stoffe werden getrennt, gesammelt und danach dem Recycling zugeführt.

  • Karton kommt in die Kartonsammlung. Daher werfen wir Karton in die dafür vorgesehene Box im Keller. Leere Kisten werden flach gesammelt, dies spart Platz.

  • Auch Plastik hat im Abfall nichts zu suchen. Neben der Karton-Box im Keller hat es dafür extra einen Sack.
  • Auch Glas und Blechdosen werden je in den vorgesehenen Behälter bei der Küchentreppe gelagert und dann rezykliert. 
  • Kanülen/Ampullen werden in eine stichfeste Abwurfbox gelegt. So wird vermieden das es zu Stichverletzungen kommt. Wenn die Box voll ist, wird sie gut verschlossen in die Apotheke zur Entsorgung mitgegeben

  • Tabletten welche entsorgt werden müssen (z.B. weil sie auf Boden gefallen sind) werfen wir in eine gelbe Box im Medischrank und die kommen auch in einem gut verschliessbaren Behälter in die Apotheke zurück, dort werden sie dann fachgerecht entsorgt.
  • Essensabfälle, die noch roh sind wie Karotten oder Früchte bringt die Küche entweder auf den Kompost oder zu den Tieren. Essensreste, die gekocht sind wie Karotten oder Kartoffeln verarbeiten sie noch für eine Suppe vor, Fleisch wird meistens für den nächsten Tag als Beilage für das Menu vorbereite (Hotpot für Personal). 
  • Altes Öl bringt die Küche auf eine Sammelstelle wie auch Spraydosen, die in der Küche gebraucht werden. Leere Deos oder Haarsprays wird in einem Kessel in der Garage gesammelt und der Technische Dienst entsorgt die danach. 

In unserem Abfall stecken viele Schätze: Rohstoffe und Wertstoffe, die man wiederverwerten kann. Deshalb trennen wir unseren Müll und sammeln Metall, Glas und Papier. So entsteht ein Kreislauf, der unsere Umwelt schont.

Autor: Zora Lüthi Fachfrau Gesundheit 1. Lehrjahr

FaGe Lernende berichten über die Einblickstage in der Aktivierung

Bericht von Lara Schüpbach:

Im Oktober hatte ich die Möglichkeit drei Tage in der Aktivierung unseres Hauses zu verbringen und mitzuwirken. Drei Tage voller neuen Erfahrungen.

An allen drei Tagen durfte ich um 08:00 mit der Arbeit beginnen. An jedem Morgen sass ich mit der Zuständigen Aktivierungsfachfrau an den Tisch und besprach gemeinsam mit ihr den Tag. Dabei wurden mir die angesagten Programme genauer erläutert.

Hier berichte ich von meinem Eindrücken:

Am ersten Tag wurde ich sehr herzlich in der Aktivierung begrüsst. Zu Beginn besprachen wir gemeinsam die Ziele, welche ich am Ende der Einblickstage erreicht haben sollte. Danach ging es auch gleich schon los mit meiner ersten Aufgabe. Um die Bewohner auf das Programm des nächsten Tages aufmerksam zu machen, konnte ich auf dem Laptop ein A4 Plakat gestalten, welches am nächsten Tag vor dem Speisesaal aufgehängt wurde. Dies bereitete mir viel Freude, da ich dies nach meiner Kreativität gestalten konnte. Als ich damit fertig war, wartete bereits die nächste Tätigkeit auf mich. Ich hatte die Aufgabe die alte Tischdekoration im Speisesaal zu entfernen und diese gemeinsam mit einer Bewohnerin/ eines Bewohners neu zu gestalten, passend zur Jahreszeit. Da Vormittags sowieso Handarbeiten auf dem Programm stand, nutzte ich dort die Chance und stellte neue Tischdekoration mit einzelnen Bewohnern her. Nicht nur mir, sondern auch den Bewohnern machte es Spass zu dekorieren. Nebst dem herstellen der Dekoration wurden Nüsse aufgeknackt, alte Blechdosen angemalt, gestrickt und der alte Blumenkranz aufgelassen. Trotz grossem Chaos auf und unter dem Tisch, hatten alle ein Lächeln auf den Lippen, dies war das wichtigste was zählte.

Nachmittags lernte ich die Kurzaktivierungen kennen. Dies waren verschiedene Spiele, Gedichte und vieles mehr. Mit einem gewählten Spiel von mir wurde ich auf die Piste geschickt um dies mit einem der Bewohner zu spielen. Nebst dem Spielen wurde viel miteinander gesprochen, dabei habe ich viel Neues über einzelne Bewohner erfahren. Dies fand ich sehr spannend, da ich dadurch die Bewohner auf eine andere Art und Weise kennenlernen durfte.

An den restlichen zwei Tagen war das Programm auch sehr toll!

Für mich war es aber nicht wichtig, welches Programm wir hatten, da mir alles Spass machte, sofern es mit unseren Bewohnern zu tun hatte. Ich konnte Eindrücke sammeln, welche ich wahrscheinlich ohne die Einblickstage nie hätte sammeln können. Einzelne Bewohner haben sich mir gegenüber sehr geöffnet und mir ihr Vertrauen geschenkt, welches mich sehr freute, da dies nicht selbstverständlich ist.

Autor: Lara Schüpbach Fachfrau Gesundheit 2. Lehrjahr

 

Bericht von Melanie Bieri:

Um die Arbeiten von der Aktivierung besser kennenlernen zu können habe ich drei Tage in der Aktivierung verbracht.  In der Aktivierung geht es darum den Bewohnerinnnen und Bewohner einen kleine Freude zu bereiten und ihnen im Alltag Abwechslung zu geben.

Am Dienstag haben wir Malen und Gestalten gehabt. Nicht alle machen alles gleich gerne oder können alles gleich gut machen. Das ist jedoch nicht schlimm da es keine Bewertungen gibt. Jeder macht das was er kann und genau das ist gut so. Daher gibt es ein abwechslungreiches Programm, welches für alle individuell angepasst werden kann.
Es gab Nüsse zum knacken und herauspellen und Dosen zum Bemalen damit Windlichter gemacht werden können.


Mein Auftrag war Curry-Zucchini zum machen. Frau Aeschlimann (unsere Aktivierungsfachfrau) hat mit mir zuvor besprochen was ich dabei beachten muss und hat mir das Rezept gegeben. Sie hat mir die ganze Verantwortung gegeben damit ich selber Erfahrungen sammeln kann. Dabei habe ich bemerkt das es gar nicht so einfach ist an alles zu Denken und dabei auch noch individuell Rücksicht auf die einzelnen Bewohner zu nehmen.
Mir ist auch aufgefallen das die Biografie der Bewohner äuserst wichtig ist. Mit der Biografie zu arbeiten ist sehr spannend den es gibt weitere Einblicke in das Leben jedes Einzelnen und so kann ich eine Beziehung zu den Bewohnern aufbauen.

Beim Durchführen der Sequenz musste ich darauf achten, dass ich das richtige Material nutze. Z.B. ob ich einen Schäler oder ein Sparschäler brauche.
Während der Aktivierung ist mir aufgefallen dass einige Bewohner die Aktivierung nutzen, um sich mit jemanden unterhalten zu können. Im Pflegealltag reicht uns manchmal die Zeit nicht um ein vertieftes Gespräch zu führen. Manchmal ist es auch in der Gruppe angebracht nicht zu Sprechen und einfach in Gesellschaft zu sein.

Wie bin ich denn nun vorgegangen damit ich mein Ziel, die Herstellung von Curry-Zucchtti, erreichen konnte:
Als erstes musste ich alle Materialien zurecht legen Schneidbretter, Messer, Hobel, Schäler und alle nötigen Zutaten. Wir hatte sehr grosse Zucchetti die vom Sonnhalde-Garten kommen (übrigens sind sie sehr lecker). Ich musste natürlich zuerst erklären was ich vor habe und wobei mir die Bewohner helfen können. Ich habe die Zucchetti halbiert und ausgehöhlt  und in angepasste Stücke geschnitten. Danach musste ich nicht viel erklären die Bewohner wussten schnell was sie machen müssen. Das fand ich beindruckend, dass es für sie so selbstverständlich war.

Zusammenfassung von meinen drei Tagen in der Aktivierung:

Ich finde die Aktivierung ist extrem wichtig um den Alltag der Bewohner zu gestalten. Jedoch muss immer beachtet werden das die Aktivierung kein Erzwingen sein darf, sondern das man den Bewohnern damit eine Freude bereiten kann wenn sie es möchten. Ich war überrascht was die einzelnen Bewohner noch machen können, wenn es ihnen Freude bereitet und sie von ihren Sorgen oder allenfalls auch Einschränkungen abgelenkt sind.

Ich möchte in Zukunft vermehrt Kurzaktivierung in meinen Pflegealltag integrieren und das Neue was ich gelernt habe versuchen umzusetzen.

Autor: Melanie Bieri Fachfrau Gesundheit 2. Lehrjahr

Rückenschonende Arbeitsweise

Rückenschonend arbeiten

Wer hat diesen Satz oder diesen Begriff noch nie gehört? Ich denke kaum jemand.

Das rückenschonende Arbeiten, spielt in der Pflege eine wichtige Rolle, da wir uns so, vor möglichen Rückenverletzungen schützen können. Leider ist das oft leichter gesagt als getan.
Manchmal vergessen wir es oder es ist nicht möglich rückenschonend zu arbeiten. Das sich dann schnell nach dem Feierabend durch Rückenschmerzen oder Verspannungen bemerkbar macht.
Dennoch ist es extrem wichtig, dass man sich die Zeit dafür nimmt bewusst auf seinen Rücken achten!

 

Um rückenschonend zu Arbeiten zeige ich Ihnen ein paar Tipps und Tricks welche ich während meiner Arbeit in der Pflege versuche zu beachten:

  • Das Gewicht nicht heben, sondern schieben
     
  • Immer in die Knie gehen, um etwas anzuheben oder wenn man sich normal bücken möchte (z.B. wenn wir einem Bewohner in die Schuhe helfen oder wenn wir einen Abfallsack leeren etc.)

  • Immer auf einer rückenschonender Arbeitshöhe arbeiten, das heisst bei uns in der Pflege z.B., dass wir das Pateientenbett auf eine für uns passende Höhe hochstellen/ einstellen.
     
  • Mobilisation/ Pflege nach Kinästhetik (Kunst / Wissenschaft der Bewegungswahrnehmung) macht, das heisst kurz beschrieben:
    • mit den Bewegungen mitgehen und nicht an Ort und Stelle stehen bleiben
    • Gewichte verlagern und nicht heben
    • Die Kinästhetik zeigt uns auch auf wo wir die Bewohner am besten berühren damit wir nicht Gewicht heben müssen
    • Es ist zudem ganz wichtig sich genügend Zeit zu nehmen und auch genügend Platz zu schaffen
    • Sich bei Bedarf Hilfe holen
    • Fähigkeiten der Bewohner gezielt nutzen und einsetzen
       
  • Auch eine richtige Sitzhaltung ist von grosser Bedeutung.

 

  • Eine aufrechte Haltung beim Gehen (nehmen sie sich kein Beispiel an der Tanne im nachfolgenden Bild)


 

  • alle 2Wochen nimmt unsere Physiotherapie an unserem täglichen Rapport teil. Dort haben wir Pflegenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Situationen zu besprechen und auszuprobieren in welchen wir noch Mühe haben auf unseren Rücken zu achten.

Ich hoffe diese Tipps und Tricks haben Ihnen etwas geholfen und sie denken in Zukunft etwas öfters an ihren Rücken, er wird es Ihnen danken.

 

Autor: Nina Kohler Fachfrau Gesundheit 3. Lehrjahr

Unser Lymphsystem

Wir haben in der Schule das Lymphsystem angeschaut, ich finde das Lymphsystem bekommt für seine Aufgaben zu wenig Aufmerksamkeit. Daher möchte ich Ihnen die Abläufe des Lymphsystem etwas genauer erklären.

Lymphe ist eine klare, blutähnliche Körperflüssigkeit. Sie enthält Proteine (Eiweisse) und Lymphozyten (weisse Blutkörperchen), die in den lymphatischen Organen (Organe wo die Lymphozyten vermehr oder verringert werden) entstehen und Abwehrfunktionen besitzen. 
Die Lymphe versorgt die Gewebe mit Nährstoffen und entfernt nicht brauchbare Stoffe. Die Darmlymphe (Chylus) enthält die aus dem Dünndarm stammenden Fette. Deshalb ist dort die Lymphflüssigkeit trüb.
Beim Menschen werden täglich rund 2 Liter Lymphe gebildet und durch das Lymphgefässsystem, über den Milch-Brust-Gang (der Gang, der der den Oberkörper mit dem Unterkörper verbindet), in das Venensystem zurückgeführt.
Das Lymphgefäßsystem ist ein Abflusssystem zur Ableitung der Lymphe, welches aber auch entscheidend an der Abwehrfunktionen des Körpers beteiligt ist. 
Es stellt neben dem Blutgefäßsystem ein zweites Röhrensystem dar, das in den Körper mit einem Netzwerk von Lymphkapillaren (Kleinste Verzweigungen des Lymphsystem) beginnt. Die Lymphkapillaren, die mit Endothelzellen (flache Zellen) ausgekleidet sind haben einen ähnlichen Aufbau wie die Venen, diese haben Klappen, um die Strömungsrichtung  fest zu legen. Diese äusseren Lymphgefäße führen die Lymphe  in einer den Venen parallelen Richtung über Sammelgefäße (innere Lymphstämme) in das Venensystem des Blutkreislaufs. Der größte Lymphstamm ist der Milch-Brust-Gang, der den Brustraum durchzieht und zusammen mit dem Halslymphstamm in die linke Schlüsselbeinvene endet. 

Die Fortbewegung der Lymphe wird durch rhythmisches sich zusammenziehen der mit glatter Muskulatur versehenen Lymphgefäßwände bewirkt. Auch die Skelettmuskulatur spielt dabei eine Rolle, indem sie wechselnden Druck auf die Gefäße ausübt.

In das Lymphgefäßsystem sind die Lymphknoten eingebaut. Sie sind ca. 2 cm groß und von einer Bindegewebskapsel umgeben. Im Mark der Lymphknoten ist das lymphatische Gewebe (spezielles Gewebe, das zur Bildung von Lymphozyten benötigt wird) zu Markstreifen angeordnet. Die äusseren Lymphgefäße treten durch die Kapsel in den Lymphknoten ein. Die zugeführte Lymphe fließt dann durch besondere Lymphbahnen zu den weniger zahlreichen und größeren abführenden Lymphgefäßen. Lymphknoten sind Abfangfilter mit der Fähigkeit zur Aufnahme von Partikeln. Sie sind ferner zur Produktion von Lymphozyten (weisse Blutkörperchen) und dienen der Immunreaktion bei.
 


Bei Entzündungsprozessen schwellen Lymphknoten an, werden heiß und sind druckempfindlich. Die Lymphgefäße werden daher als rote und meist druckempfindliche Streifen sichtbar.

Weshalb benötigen wir das Lymphsystem?
Das Lymphsystem ist für den Transport von Nährstoffen und Abfallstoffen verantwortlich.
Es entsorgt auch Krankheitserreger wie Bakterien und Fremdkörper.
Es reinigt unseren ganzen Körper.
 

 

Autor: Melanie Bieri Fachfrau Gesundheit 2.Lehrjahr

Demenz

Vergesslich sind wir alle. Wo aber hört die normale Vergesslichkeit auf und wie erkennen wir diese? 

Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Krankheiten, bei denen sich die geistigen Leistungsfähigkeiten verringern und die Persönlichkeit verändert. 
Bei Beginn der Krankheit, wird man vergesslicher, da das Kurzzeitgedächtnis nicht mehr richtig funktioniert. Nebst dem verliert man ebenfalls die Orientierung. Man kann sich immer wie weniger an seine früheren Erfahrungen erinnern. Es fällt einem schwerer Gegenstände, Situationen und Personen in den richtigen Zusammenhang zuzuordnen. Dazu kommt, dass man manchmal ruhelos umherläuft. Das liegt daran, dass die Körperwahrnehmung bei Demenz nachlässt, welches Angst macht. Um seinen Körper wahrnehmen zu können, bewegt man sich und läuft umher. 

Nicht alles wird von der Krankheit angegriffen. Die Emotionen der betroffenen Person sind dabei nicht ausgeprägt. Die Sinne funktionieren dabei zum grössten Teil auch noch, sowie das Langzeitgedächtnis, welches Erinnerungen bereithält. Deshalb wird empfohlen, auf Dinge einzugehen, welche die Person noch kann. Was man nicht tun sollte, ist die betroffene Person auf vermeintliche Fehler aufmerksam zu machen, da dies sonst dem Selbstbewusstsein schadet. 

Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht erforscht. Allerdings gibt es Medikamente, welche das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können. Demenz ist aber nicht heilbar. 
 


 

Das Risiko an Demenz zu erkranken, steigt bei zunehmendem Alter. Ungefähr 151 000 Menschen in der Schweiz sind bereits an Demenz erkrankt (2018). Davon sind es ca. 65% Frauen. Wenn unsere Lebenserwartung steigt, wird es in Zukunft immer mehr Betroffene geben. 

Meine Erfahrungen mit Menschen mit Demenz: 

Ich finde es immer wieder eindrücklich zu sehen, wie die Bewohner mit der dementiellen Entwicklung umgehen. Manchen merkt man abgesehen von kleinen orientierungslosen Momenten kaum etwas an, anderen dafür sehr. Da wir keine geschlossene Abteilung haben, ist es daher um so wichtiger auf die Bewohner zu achten, wenn sie nach draussen gehen. Häufig möchten die Bweohner dann nach Hause gehen, was in diesem Moment natürlich nicht geht. Daher ist eine angepasste Kommunikation sehr wichtig. Ich zeige Verständnis für ihren Wunsch. Was man dabei vermeiden sollte, sind Warum-Fragen, wie z.B warum die betroffene Person nach Hause möchten. In diesen Momenten ist es wichtig, geschlossene Fragen zu stellen, worauf die Person mit ja oder nein antworten kann. Oder folgende W-Fragen:  „wer, was, wo, wie, wann" sind dabei auch sinnvoll. Ebenso achte ich drauf dem Bewohner nicht zu wiedersprechen, sondern eher herauszufinden welches Bedürfniss er hat (vielleicht fehlt ihm zum Beispiel Geborgenheit oder Sicherheit, welche er bei sich zu Hause hatte). 
Ich versuche dann auch mit den Bewohnern etwas zu spazieren und über Dinge zu sprechen die wir am Wegesrand beobachten. Dies lenkt die Person ab und somit wird das Bedürfnis nach Hause zu gehen etwas vermindert. 
 


 

Das wichtigste was ich mit der Zusammenarbeit von Demenzerkrankten Menschen auf den Weg geben kann, ist Geduld!
 

Autor: Lara Schüpbach Fachfrau Gesundheit 2.Lehrjahr

Unsere Lernenden stellen sich vor

Zora Lüthi (Fachfrau Gesundheit EFZ in Ausbildung im 1. Lehrjahr)

Zora hat am 01.08.2020 ihre Ausbildung als Fachfrau Gesundheit EFZ bei uns begonnen. Sie stellt sich kurz vor:

Hallo! Gerne will ich mich kurz vorstellen.

Mein Name ist Zora und ich bin 15 Jahre alt. Ich bin 1.65 m gross, habe braune Haare und olivgrüne Augen. In meiner Freizeit höre ich gerne Musik und spiele Klavier und treffe mich gerne mit Freundinnen. 

Schon als kleines Mädchen wusste ich, dass mein späterer Beruf «etwas mit Menschen» zu tun haben musste. Für FaGe habe ich mich wegen der Vielfalt entschieden: Ich freue mich, wenn ich anderen Menschen helfen und sie unterstützen kann, beispielsweise bei der Pflege oder beim Anziehen. Ausserdem finde ich es spannend zu lernen, wie der menschliche Körper funktioniert. 

Vor gut einem Monat habe ich die Ausbildung zur Fachfrau Gesundheit (FaGe) gestartet. Die Atmosphäre und die Arbeit im Team gefallen mir sehr gut. Auch der familiäre Charakter und dass die Sonnhalde nicht so riesengross ist, finde ich super. Ich freue mich auf meine drei Jahre Lehrzeit im Altersheim Sonnhalde Burgdorf.

Wir wünschen Zora eine tolle Ausbildungszeit und freuen uns sie auf ihren Weg zu begleiten.

Fernunterricht an der Berufsschule

Auch Nina Kohler (Fachfrau Gesundheit im 2. Lehrjahr) hat einen Blog über ihre Erfahrungen im Fernunterricht geschrieben und gibt gerne ihre eigenen Tipps weiter.

Zu Beginn war es für uns alle eine grosse Umstellung, von Zuhause aus Unterricht zu haben. Man musste sich als erstes darüber informieren, wie man mit den verschiedenen Programmen umgeht, wie was funktioniert und wo man dann alles abspeichern kann. 

Ich denke, dass es für alle Betroffenen am Anfang nicht so einfach war, mit dieser Situation klarzukommen. Wir hatten Glück, dass wir zum Start nur zwei Wochen Fernunterricht hatten. Danach haben schon die Frühlingsferien begonnen. So hatten wir Zeit, uns mit den Programmen vertrauter zu machen, um nach den Ferien, mit dem Unterricht so gewöhnlich wie möglich fortzufahren. Mittlerweile funktioniert alles schon ohne Probleme, man hat sich an diese Art des Unterrichtes gewöhnt und kommt mit allem besser klar als am Anfang. Was für alle eine grosse Erleichterung ist. 

Es gibt immer Vor- und Nachteile. Die Vorteile sind zum Beispiel, dass man in seinem eigenen Tempo arbeiten kann, in seinen eigenen vier Wänden ist und so alles bei sich hat was man braucht.
Nachteile gibt es auch, dass sind zum Beispiel die fehlenden Schulkameraden oder, dass man sich besser austauschen könnte wenn sie neben einem sitzen würden oder die Lehrer vor Ort sind.

Ich habe hier ein paar Tipps, welche mir geholfen haben, den Unterricht von Zuhause aus ohne Probleme meistern zu können:

  • Als erstes ist es sinnvoll, wenn man sich einen Überblick über die anstehenden Aufgaben des jeweiligen Tages verschafft, damit man sich überlegen kann in welcher Reihenfolge man die Bearbeitung gestalten will
  • Es ist ausserdem sinnvoll, wenn man sich das benötigte Material vor Beginn des Unterrichts bereitlegt, um es dann nicht suchen zu müssen und so unnötig Zeit verliert.
  • Man sollte immer etwas zum Trinken neben sich haben. Denn Flüssigkeit ist bekanntlich gesund und wichtig ;-)
  • Wenn Powerpoints vorhanden sind, macht es Sinn diese als erstes genau durchzulesen, weil da oft schon wichtige Informationen vorhanden sind, um die Arbeitsblätter anschliessend zu bearbeiten.
  • Es ist ebenfalls wichtig, sich Fragen fortlaufend zu notieren, um sie, wenn es darauf ankommt, nicht schon wieder vergessen zu haben.

So ich hoffe ich konnte Ihnen einen kleinen Einblick in den Fernunterricht geben und hoffe meine Tipps können anderen weiterhelfen.

Die Situation rund um die Corona-Pandemie, scheint sich nun zum Glück zu beruhigen. Die Berufsschulen dürften ab 8.6.20 unter bestimmten Schutzvorrichtungen wieder mit dem Präsenzunterricht starten. Die Berufsschule Langenthalt (bfsl), hat sich jedoch entschieden erst wieder nach den Sommerferien den Präsenzunterricht aufzunehmen. 

Hier die Begründung der Schulleitung dazu:

  • Gemäss geltenden Schutzvorgaben muss weiterhin ein Mindestabstand von 2m zwischen Personen gewährt werden. Dies ist praktisch kaum umsetzbar, sowohl in den Unterrichtsräumen als auch im Schulareal (Pausen).
  • Auf die Nutzung des ÖV soll möglichst verzichtet werden. Da sehr viele Lernende unserer Schule lange Anfahrtswege zurücklegen müssen, kann auch diese Vorgabe fast nicht eingehalten werden.
  • Diese langen Anfahrtswege verunmöglichen, einzelne Fächer in Präsenz- und andere in Fernunterricht anzubieten (z. B. Vormittag Präsenz-, Nachmittag Fernunterricht)
  • Eventueller Unterricht in Halbklassen geht zu Lasten der Unterrichtsqualität (da nur jede zweite Woche unterrichtet würde). Dies wollen wir verhindern, insbesondere auch deshalb, weil wir davon überzeugt sind, dass die Qualität im nun etablierten Fernunterricht besser ist.
  • Der Fernunterricht an der Berufsfachschule Langenthal funktioniert gut und hat sich bewährt, was die Umfragewerte vom April 2020 bestätigten.

Wir sind gespannt und hoffen Nina Kohler wird uns nach den Sommerferien berichten, wie der Präsenzunterricht gestartet ist.

 

Berufsschule in der Coronazeit

Das Thema Corona beschäftigt uns schon seit einiger Zeit. Überall in den Medien wird darüber berichtet. Vor einigen Wochen wurden die Massnahmen verschärft. Sämtliche Geschäfte, Restaurants und Schulen wurden geschlossen.

Nun gibt es die ersten Lockerungen und man spürt langsam eine Beruhigung und Normalität in unserem Leben.

Ich bin Lernende im 1. Lehrjahr als Fachfrau Gesundheit. Vor einigen Wochen hiess es, dass alle Schulen geschlossen werden. Somit auch die Berufsschule in Langenthal. Als andere vor Freude jubelten, hatte ich schon meine ersten Bedenken.
Wie wird es nun weitergehen? Dies war wohl einer der häufigst gestellten Fragen. Auf diese Frage bekam ich schnell eine Antwort und wurde dadurch etwas beruhigt. Die Lehrer waren mit einer solchen Situation bestimmt auch überfordert. Trotzdem kamen sie zum Entschluss, dass die Schule weitergehen kann. Zwar nicht auf die gewohnte Art im Klassenzimmer, sondern zuhause im Fernunterricht.
 


 

Sämtliche Lehrer schickten uns die Aufträge via Mail zu, damit wir diese in Einzelarbeit erarbeiten konnten. In der ersten Woche verlief dies top.
Ab der zweiten Woche wurde aus dem Fernunterricht nichts mehr. Alle Lernenden wurden vom Unterricht dispensiert, damit sie in dieser besonderen Zeit das Geunsdeitswesen entlasten sollen. Somit wurden die Schul- und ÜK Tage durch Arbeitstage im Betrieb ersetzt.

Nach  zwei Wochen hatten wir zum Glück Schulferien. Denn so haben wir nicht noch mehr vom Unterrichtsstoff verpasst.

Als die drei Wochen Schulferien zu Ende waren, wurde die Dispensierung aufgehoben und wir konnten wieder am Fernunterricht teilnehmen. Dieses Mal verlief dieser aber nicht wie gewohnt. Um Unterrichtsstart trafen sich alle Mitschüler aus der Klasse vor dem Laptop in einer Videokonferenz. In dieser wurde besprochen, welche Aufträge für diesen Tag vorgesehen sind. Ebenfalls wurden Fragen aus der Klasse geklärt. Als alles fertig besprochen war, wurde die Videokonferenz beendet und alle arbeiteten an ihren Aufträgen im Selbststudium. Zwischen durch fanden noch kleinere Konferenzen via Video statt, bei dem die Lehrer sich erkundigten wollten, wo wir mit den Aufträgen stehen und wie wir mit der Situation zurechtkommen. 

Mein Fazit zum Onlineunterricht: 

Das Positive dabei ist, dass man länger schlafen kann :-)

Das Negative an der ganzen Sache ist, dass wir nun nicht nur eine Lücke im Unterrichtsstoff haben, sondern auch dass wir Zuhause weniger gut lernen können. Es fällt einem viel schwerer den ganzen Stoff zu erlernen. Dazu kommt noch, dass man seine Mitschüler nicht um sich hat, was den Unterricht eher langweiliger und langfädiger macht. Ebenso werden höchst wahrscheinlich keine Prüfungen mehr stattfinden und so kann man seine Noten, welche eventuell nicht so der Hit waren nicht retten. Das Zeugnis in unserem 2. Semester besteht dadurch nur aus zwei Noten. Meiner Meinung nach zu wenig.

Ich hoffe, dass die ganze Coronakrise bald ein Ende hat und wir so schnell wie möglich wieder in die Schule können.

Bis dahin, wünsche ich allen weiterhin gute Gesundheit und viel Durchhaltevermögen! 

Autor: Lara Schüpbach Fachfrau Gesundheit 1.Lehrjahr

Arbeiten mit Hygienemasken

Was sind die wichtigsten Regeln beim Tragen von Masken?

Das Allerwichtigste ist, die Hände vor dem Anziehen zu waschen oder zu desinfizieren. Die meisten Hygienemasken besitzen eine farbige und weisse Seite. Die farbige Seite wird immer aussen getragen. Die Maske muss so angezogen werden, dass sie Nase und Kinn möglichst gut abdeckt. Danach darf sie nicht mehr berührt werden. Auch nicht darunter oder darumherum. Beim Ausziehen, die Maske nur an den Bändchen halten. Davor und danach wieder: Hände waschen oder desinfizieren. 

Wie ist es mit Masken zu arbeiten? 

Mit den Masken zu Arbeiten ist in manchen Situationen sehr herausfordernd. Es gibt Bewohnerinnen und Bewohner, die auf das Lippenlesen angewiesen sind und mit den Masken ist dies nicht mehr möglich. Ebenso fehlt der Ausdruck des Gesichtes fast vollständig. Viele Bewohnerinnen und Bewohner lesen aus der Mimik mehr, als durch unsere verbale Kommunikation. 
Die Masken führen für den Träger auch zu einer undeutliche Aussprache, was für Bewohner, die mit dem Gehör eingeschränkt sind, zusätzlich belasten kann.
Die meisten Menschen sind es nicht gewohnt, eine Maske zu tragen. Es kann jucken, irritieren und es wird auch sehr warm darunter.
Bei Brillenträger kommt es auch häufig vor, dass die Brille durch die eigene Ausatmungsluft beschlägt. 

Was muss man sonst noch beachten?

Während die Maske im Gesicht sitzt, sollte man sie nicht berühren. Falls dies passiert, Hände mit Seife waschen oder desinfizieren, denn egal wie gut sie filtert, an der Maske sammeln sich möglicherweise Erreger. Sobald die Maske durchfeuchtet ist, sollte sie gewechselt werden, spätestens nach ca. sechs bis acht Stunden. Um die Maske abzusetzen, sollte man sie hinten an den Bändern lösen, auf keinen Fall vorne am Schutzvlies. Danach in einem Mülleimer mit Deckel entsorgen. Hände gründlich mit Seife reinigen.

Wieso tragen wir Hygienemasken?

Der Haupteffekt ist, dass grosse Tropfen beim Reden, Husten oder Niesen durch das mehrlagige Papier und Vlies im Mundschutz zurückgehalten werden. So werden die Bewohnerinnen und Bewohner vor Viren und Bakterien der Mitarbeiter/innen geschützt. Die Hygienemasken halten größere Partikel ab, verfügen aber nicht über Filter, um den Träger vor Viren und Bakterien zu schützen.
Wir wollen also verhindern, dass sich unsere Bewohnerinnen und Bewohner durch Mitarbeiter mit einer möglichen SARS-CoV-2 Infektion anstecken können.
Wir versuchen sie zu schützen und eine mögliche Ausbreitung des Corona-Virus innerhalb des Altersheim zu vermeiden.

Hier finden Sie eine Anleitung des Bundesamt für Gesundheit zum Tragen von Hygienemasken

Autor: Melanie Bieri Fachfrau Gesundheit 1. Lehrjahr

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